Das Anschreiben
Ein gelungener Auftakt beim Bewerbungsanschreiben ist das A und O. Der Bewerber muss sich von der Konkurrenz abheben, indem er auf typische und sehr langweilige Eröffnungen wie "Hiermit bewerbe ich mich..." verzichtet.

Bessere "Eröffnungen" sind zum Beispiel:
- "Sie beschreiben eine berufliche Aufgabe, die mich besonders interessiert..."
- "Sie sind ein Unternehmen das..., und ich habe....zu bieten."
- "Ich stelle mich Ihnen als... vor und habe großes Interesse an...."

Nach dem "Einstieg" geht es darum, knapp und überzeugend dafür zu argumentieren, dass man der beziehungsweise die Richtige für die zu besetzende Stelle ist. Auf welche Kenntnisse, Fähigkeiten, Eigenschaften kann man verweisen? Erfolg versprechend wird das Anschreiben dann sein, wenn der Bewerber seine Motivation glaubwürdig zum Ausdruck bringen kann. Als Bewerber sollte man immer eine plausible Antwort auf die Frage: "Warum wollen Sie gerade in unserem Unternehmen arbeiten?" haben.

Die schriftliche Bewerbung

Die schriftliche Bewerbung enthält Anschreiben, Deckblatt mit Lichtbild, Lebenslauf und Kopien der Zeugnisse. Ist es für die Position sinnvoll, sind Arbeitsproben, Praktikazeugnisse und Zertifikate für Zusatzqualifikationen beizufügen. Referenzen und Handschriftenproben  werden nur auf ausdrückliche Anforderung beigelegt.

Angesichts der Vielzahl von Bewerbungen, die nach der Stellenausschreibung von der Personalstelle bearbeitet werden müssen, ist es bedeutsam die Bewerbungen

     -    formal richtig

-         inhaltlich klar

-         optisch gut gestaltet zu halten.

 

Der Inhalt der Bewerbung sollte klar gegliedert sein und eine schnelle Erfassung der wesentlichen Informationen ermöglichen.

 

Äußere Form

Ihre Unterlagen sind Ihre Visitenkarte. Bei einer gelungenen Bewerbung wird vermutet,  dass Sie andere Aufgaben ebenso gut lösen können. An Gestaltung und Aufbau Ihrer Bewerbungsunterlagen ist erkennbar, ob Sie einen Blick für das Wesentliche besitzen und Ihre Äußerungen ordentlich und übersichtlich darlegen können.

 

Praktische Hinweise zur Bewerbung

Es existiert eine DIN-Norm für die äußere Form eines Bewerbungsschreibens (DIN 5008). Bei Bewerbungen z. B. : im IT-Bereich, bei denen es nicht darauf ankommt, die Regeln für Geschäftsbriefe genau zu kennen, werden Personalleiter kaum auf die Einhaltung dieser Norm achten.
   

Standardanschreiben sind zu vermeiden. Anschreiben und Lebenslauf sind in einer gut lesbaren Schrifttype (z. B.: Arial, Times New Roman, Tahoma Schriftgröße 11 –12 pt) mit angemessenem, nicht zu engem Zeilenabstand (1,5 zeilig) anzufertigen.

 

Zeugnisse als saubere Kopien beilegen. Zur ordentlichen Präsentation Ihrer Unterlagen verwenden Sie Bewerbungshefter in einer dezenten Farbe (weiß/dunkelblau/dunkelrot) mit einer Kunststoffklemme an der Seite – keine losen oder zusammengeklammerten Seiten. Stecken Sie die einzelnen Seiten nicht in Plastikfolien.

Beizufügen sind: Schulabschlusszeugnis, Hochschulzeugnis, (falls das Studium nicht beendet wurde, Vordiplomzeugnis), Zeugnisse aus der Berufspraxis, beruflichen oder persönlichen Weiterbildung.

Erwähnen Sie das Fehlen wichtiger Unterlagen mit einer plausiblen Erklärung im Anschreiben bzw. Lebenslauf. Wurden von Ihnen Artikel veröffentlicht - in Fachzeitschriften - listen Sie diese in einem Veröffentlichungsverzeichnis auf.  

Verschicken Sie keine Unterlagen, denen man ansieht, dass Sie bereits woanders vorgelegen haben. Eindeutiges Erkennungsmerkmal: Der Daumenknick rechts in der Mitte der Seiten verrät, dass die Bewerbungsunterlagen durchblättert wurden.

Zum Postversand verwenden Sie möglichst weiße B4-Versandtüten, die Sie ausreichend frankieren müssen. Eine aussagefähige, individuelle Bewerbung braucht Zeit, das weiß jeder Personalchef. Bemühen Sie sich nicht, der Erste zu sein. Grundsätzlich sollten Sie sich innerhalb von 14 Tagen nach Erscheinen des Stellenangebots bewerben.

Da die Bearbeitung von Bewerbungen oft ein langwieriger Prozess ist, können Sie sich mit einer akzeptablen Begründung auch noch nach zwei Wochen auf das Stellenangebot bewerben. Bei großen Internet-Stellenmärkten sind die Jobangebote meist während der gesamten Bewerbungsphase online. Beziehen Sie im Bewerbungsschreiben auf den Tag, an dem Sie das Angebot im Internet gefunden haben.

 

Anschreiben

Folgende Angaben sollte das Anschreiben enthalten.

 

Ø      Anschrift des Absenders mit Telefonnummer

Ø      Anschrift des Unternehmens

Ø      Ort und Datum

Ø      Bezug auf die Stellenausschreibung mit Quelle und Datum (Fettdruck)

Ø      die Anrede mit Namen des Ansprechpartners/eine allgemein gefasste Anrede

Ø      eigenhändige Unterschrift (keine Kopie)

 

Es sollte das Anschreiben und die andere verfertigte Unterlagen auf Fehlerfreiheit
geprüft werden. Verwenden Sie stets Aktivverben, sie hinterlassen einen positiveren Eindruck als Passivformen. Statt "xy-Kenntnisse wurden mir vermittelt": "xy-Kenntnisse eignete ich mir ... an". 

Vermeiden Sie umständliche, bürokratische oder wissenschaftlich klingende Formulierungen und denken Sie immer daran: Zwei Sätze sind besser als einer. Das Anschreiben sollte 1 DIN A4 -Seite nicht überschreiten. Denken Sie daran: für den Personalentscheider ist Zeit Geld. Er muss schnell das Wesentliche erfassen.

Beginnen Sie mit einer Begründung für Ihr Schreiben, bringen Sie Ihre Motivation für die Bewerbung auf genau diese Stelle und diesen Aufgabenbereich zum Ausdruck.

Was biete ich der Firma, worin besteht der Nutzen für das Unternehmen ?

Grundsätzlich müssen Sie auf jede der in der Anzeige genannten Anforderungen eingehen. Sie müssen eine indirekte Beziehung zwischen Ihren Fähigkeiten und Qualifikationen und den aufgeführten Anforderungen herzustellen.

Behaupten Sie nicht einfach, dass Sie selbständig arbeiten, sondern beschreiben Sie
die Bedingungen, die diesen Arbeitsstil für Sie selbstverständlich machen. Schreiben Sie nicht, dass Sie Organisationstalent besitzen, sondern erläutern Sie, wo Sie es einsetzen konnten: "Organisatorische Fähigkeiten stellte ich bei ... unter Beweis."

Beschreiben Sie Ihre Qualifikation mit Adjektiven wie "selbständig, verantwortlich, umfangreich, umfassend", die Aufgaben mit "schwierig, komplex". Verwenden Sie keine Wörter, die etwas Negatives assoziieren - wie "Problem", "Schwierigkeit", "Unstimmigkeit" - formulieren Sie positiv - Herausforderung, Fragestellung.

Machen Sie  keine Einschränkungen und relativieren Sie Ihre Aussagen niemals. Denn Sie verfehlen das Ziel, wenn Sie schreiben: "Meine Englischkenntnisse sind gut, aber derzeit fehlt mir die nötige Sprachpraxis".

Wenn Sie von einer Sache wirklich nicht sehr viel verstehen, lässt sich dies auch positiv zum Ausdruck bringen. Statt: "Die Programmiersprache XY beherrsche ich nur ein wenig" schreiben Sie: "In der Programmiersprache XY verfüge ich über ausbaufähige Grundkenntnisse."

 

Halten Sie sich folgendes stets vor Augen: Wer ein Stellenangebot aufgibt, hat ein Problem, das er von demjenigen, mit dem er die Stelle besetzen wird, gelöst haben möchte. Sie müssen in Ihrem Anschreiben deshalb den Eindruck erwecken, dass Sie dieses Problem  lösen können.

 

Das Anschreiben sollte mit einem Satz enden, in dem Sie zum Ausdruck bringen, dass Sie sich über die Einladung zu einem Gespräch sehr freuen. In manchen Situationen ist der frühestmögliche Eintrittstermin und eine Gehaltsvorstellung anzugeben.

 
Wie umfangreich sollte das Anschreiben sein?
In der Kürze liegt die Würze: Der Personalentscheider hat weder Lust noch Zeit, Romane zu lesen. Beschränken Sie sich auf sechs bis acht, maximal zehn Sätze. Und das Anschreiben sollte man besser immer zuletzt in Angriff nehmen. Viel wichtiger ist es zunächst, den Lebenslauf zu konzipieren. 

 

  TIPPS             LEBENSLAUF                          DECKBLATT                     FRAGEN             LINKS                       ANFANG